
Human Rights Film Festival Zürich 2026
Jurytag zum Human Rights Film Festival in Zürich 2026
Interfilm Schweiz pflegt seit ein paar Jahren ein schönes Konzept zur Mitgliedergewinnung und Aufbau von potentiellem Jurynachwuchs. In Zusammenarbeit mit dem Human Rights Film Festival in Zürich (HRFF) bietet es eine begleitete Juryarbeit an, in der erfahrenere Jurymitglieder mit Neulingen auf diesem Gebiet vier ausgewählte Filme besprechen und die Diskussion von Kriterien einer Interfilmjury einüben.
In diesem Jahr standen vier schon an anderen Festivals gezeigte Filme zur Auswahl, teilweise bereits prämiert und mit medialem Nachhall. Die Auswahl der Filme, die in der Interfilmjury diskutiert werden, trifft jeweils die Direktorin und künstlerische Leiterin des HRFF Zürich Sascha Lara Bleuler https://www.humanrightsfilmfestival.ch/ . Sie sendet uns ca. 10 Tage im Vorfeld des Festivals Links zu den Filmen, so dass die Filme individuell im Vorfeld visioniert werden können.
Folgende Filme haben wir besprochen:
Writing Hawa, Afghanistan, Frankreich, Niederlande, Katar 2024 https://de.wikipedia.org/wiki/Hawas_Leben
Pheasant Island, Spanien, Frankreich 2025 https://en.wikipedia.org/wiki/Pheasant_Island_(film)
La beauté de l’âne, Schweiz, USA, Kosovo, Frankreich 2025
https://www.swissfilms.ch/de/movie/la-beaute-de-l-ane/4d38a85e19d84b00aa8369fd370f3a9d
Lost Land, Japan, Frankreich, Malaysia, Deutschland 2025
https://en.wikipedia.org/wiki/Lost_Land_(film)
Preis:
Die Jury aus Lea Kunz (Lehrerin), Luca Policante-Roth (Pfarrer), Susanna Rizzi (Schulsozialarbeiterin) und Martina Wüthrich (Psychologin und Supervisorin) hat den Preis der Ökumenischen Interfilmjury an den Film La beauté de l’âne von Regisseurin Dea Gjinovci vergeben, der mit CH 2‘500 dotiert ist.
Folgende Begründung hat die Jury verfasst: „Regisseurin Dea Gjinovci macht sich mit ihrem Vater Asllan auf die Suche nach den wahren Umständen des Todes ihrer Grossmutter im Kosovokrieg. Vor Ort inszeniert sie mit der Dorfgemeinschaft die Ereignisse der Kindheit und Jugend des Vaters, die ihn bereits 1968 zur Flucht bewegten. Dabei gelingt es ihr, Ästhetik, Inszenierung und Dokumentation ineinander zu verweben. Musik, Bild und Laienschauspieler*innen schaffen es darzustellen, worüber in Familien nur schwer gesprochen werden kann. Die Beteiligten bekommen dadurch die Möglichkeit, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen.“
Wir freuen uns, dass unser Konzept Früchte trägt und der Verein durch die Einbindung Interessierter in die Juryarbeit ständig wächst.
Für Interfilm Schweiz: Melanie Pollmeier
