Preisträger 2022

36e FESTIVAL INTERNATIONAL DU FILM DE FRIBOURG 2022

Der Preis der internationalen ökumenischen Jury am 36. Internationalen Film Festival Fribourg (FIFF) 2022, dotiert durch die ökumenische Kampagne von Fastenopfer und HEKS/Brot für alle mit Fr. 5000,  geht an den Film:

 

LA CIVIL

von Téodora Ana Mihai, Belgien/Rumänien/Mexiko (2021)

Der Film erzählt die Geschichte von Cielo – herausragend gespielt von Arcelia Ramírez ­­– einer Mutter, die nach der Entführung ihrer Tochter in die furchtbare Gewalt der mexikanischen Kartelle gerät. Wir sind beeindruckt vom Mut dieser Frau und ihrer phänomenalen Energie und Entschlossenheit. Rund um dieses dramatische Ereignis entwickelt sie eine starke innere Kraft, um auf ihrer Suche nach der Wahrheit bis zum Ende durchzuhalten. Der Film ist ein bedeutendes universelles Plädoyer für all jene Mütter, die ihre Hoffnung auf unerbittliche Art und Weise nicht verlieren, und sich im Kampf für Gerechtigkeit engagieren. 

Die Mitglieder der Jury:

Diane Falque, Lille (Frankreich), Bernadette Meier, Uster (Schweiz) – Präsidentin, Guy Rainotte, Dave (Belgien), Renata Werlen, Bern (Schweiz)

Weitere  Informationen: 

www.fiff.ch

https://www.inter-film.org/de/festivals/festival-international-du-films-de-fribourg/36-festival-international-du-film-de-fribourg

Bildnachweis: https://www.fiff.ch/fr

 

53e Festival Visions du Réel Nyon

Der mit Fr. 5'000 dotierte Preis der interreligiösen Jury, gestiftet von der Katholischen Kirche Schweiz, den Reformierten Kirchen der französischen Schweiz (CER) und ihrem Mediendepartement (Médias-pro) sowie dem Schweizerischen Israelitischen  Gemeindebund (SIG) geht an:

Ma vie en papier (Mein Leben in Papier)

von Vida Dena, Belgien/Frankreich/Iran (2022)

mit der Begründung: „Der Film bietet Einblicke in das Leben einer syrischen Familie in Belgien, die vom Wohlwollen der Regisseurin gegenüber ihren Figuren, geprägt sind. Ausgehend von Zeichnungen, welche die Familienmitglieder anfertigen, werden ihre Fluchterfahrungen und ihre Träume konfrontiert mit den Realitäten, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen. Im Zentrum stehen die Töchter, zwei junge Frauen auf der Suche nach ihrem Weg zwischen Tradition und Moderne. 

Aufmerksam und zärtlich zeigt Vida Dena die für Flüchtlingsfamilien typischen Probleme: erschütterte Identitäten und oft schwierige Integrationserfahrungen. Aber auch diese regen zum Träumen an, das Leben erweist sich stärker als alle Hindernisse. 

Wir freuen uns sehr, diesen berührenden Film auszeichnen zu können, der – obwohl fast ausschließlich in den Wohnräumen der Familie gedreht –Vergangenheit und Zukunft, Leben und Traum, Wurzeln und Identität verbindet und der zu einem beachtlichen Teil aus Zeichnungen besteht, die sich auf überraschende und überzeugende Weise als poetische Animationen einfügen.

Mitglieder der Jury: 

Ali Biçer, Bern (Schweiz; Noëmi Gradwohl, Bern (Schweiz); André Joly, Lausanne (Schweiz), Präsident; Blanca Steinmann, Luzern (Schweiz)

Weitere Informationen:

www.visionsdureel.ch

https://www.inter-film.org/de/festivals/visions-du-reel-festival-international-de-cinema-nyon/53-visions-du-reel

Bildnachweis: https://www.visionsdureel.ch/de/film/2022/ma-vie-en-papier/

75. Locarno Film Festival, 3.-13.August 2022

Der Preis der 49. Internationalen Ökumenischen Jury am 75. Locarno Film Festival 2022, dotiert von der katholischen und der evangelischen Kirche der Schweiz mit Fr. 20'000 zur Förderung des Verleihs in der Schweiz, geht an den Film:

Tales of the Purple House (Hikayat elbeit elorjowani) von Abbas Fahdel, Libanon/Irak/Frankreich (2022)

Der Film eröffnet uns einen persönlichen und poetischen Blick eines Künstlerpaares auf die Geschichte und Gegenwart eines zerrissenen Landes. Gleichzeitig zeigt er, dass das Alltagsleben weitergeht und die Kunst und die Schönheit daran teilhaben.

Eine lobende Erwähnung ging an den Film:

Tengo sueños eléctricos von Valentina Maurel, Belgien/Frankreich/Costa Rica (2022)

Der Film begleitet den Weg eines jungen Mädchens in einem familiären Umfeld, das geprägt ist von Brüchen, Gewalt, aber auch von Liebe.

Die Mitglieder der Jury: 
Anne Dagallier, France; Linde Fröhlich, Deutschland; Lukás Jirsa, Czech Republic (Präsident); Anne-Béatrice Schwab, Schweiz. 

Weitere Informationen:
75. Locarno Film Festival: https://www.inter-film.org/de/festivals/festival-del-film-locarno/75-locarno-film-festival
https://www.locarnofestival.ch/LFF/home

Bildnachweis: https://www.inter-film.org/de/filmarchiv/2022/hikayat-elbeit-elorjowani